Die Folgen einer Abtreibung

Die einzige sichere Folge einer Abtreibung ist der sichere Tod des Embryos. Für die Schwangere ergeben sich aus einer Abtreibung allerdings auch Folgen – mögliche Folgen – über die hier kurz informiert werden soll.

Körperliche Schäden

Medizinische Fortschritte und hohe hygienische Standards haben körperliche Schädigungen von Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, stark sinken lassen. Der Tod der Schwangeren ist mittlerweile nur noch in Entwicklungsländern eine häufige Folge. Nicht-tödliche körperliche Schäden sind jedoch auch hierzulande nicht selten:

· Gebärmutterverletzungen
· Genitalverletzungen
· Infektionen und Fieber
· Migräne
· Zyklusstörungen und verlängerte Blutungen,
· Komplikationen bei späteren Schwangerschaften (z. B. Neigung zu Früh– und Fehlgeburten)
· Sterilität (Unfruchtbarkeit) u.a.

Vor allem beim Absaugverfahren besteht ein hohes Risiko, dass Blut und Partikel in die Eileiter gelangen und dort Entzündungen bewirken, die wiederum die Gefahr von Eileiterschwangerschaften stark erhöhen.2

Psychische Folgen

Am 6. Juni 1971 ereignet sich in Deutschland eine kleine Revolution. 374 Frauen bekennen in der Zeitschrift ‚Stern’: „Wir haben abgetrieben!“. Heute weiß man, dass viele der teilweise prominenten Frauen, die der Kampagne zur Abschaffung des Paragraphen 218 ihr Gesicht liehen, nie abgetrieben haben und sich mittlerweile gegen Schwangerschaftsabbrüche aussprechen.3 Dennoch, die Stern-Kampagne hat zur Enttabuisierung der Abtreibungspraxis beigetragen und tatsächlich ist es so, dass viele Frauen sich nach einer Abtreibung gar nicht schlecht sondern erleichtert fühlen, den Schwangerschaftsabbruch auch nach längerer Zeit nicht bereuen und sogar mehrere Abtreibungen vorgenommen haben.

Es gibt aber auch die Gegenbeispiele. Negative Wirkungen im psychischen Bereich4 treten bei einem so beachtlichen Prozentsatz betroffener Frauen ein, „dass von medizinischer Seite bereits geäußert wurde, es seien Folgen, über die man eine Frau vorher informieren müsse und die man ihr nicht vorenthalten oder verheimlichen dürfe.“5 Bleibende Folgen, die auch keine medizinische Neuerung wird aufheben können und die nicht nur dort auftreten, wo der Abbruch gesetzlich verboten oder gesellschaftlich tabuisiert ist, sind:

· Depressionen
· Schuld– und Reuegefühle
· Neurotische Störungen (z.B. Störungen im Sexualbereich, Beziehungsstörungen)
· Zukunftsangst oder Angst vor Kinderlosigkeit
· Schlaflosigkeit
· Wiederkehrende schmerzliche Träume
· Gefühl der inneren Leere

Solche psychischen Probleme können sich auf die aktuelle Partnerschaft und zukünftige Beziehung sowie das Verhältnis zu vor oder nach dem Abbruch geborenen Kindern auswirken.

Negative Folgen psychischer Art sind auch bei „Vätern“ sowie bei Personen zu beobachten, die in einen Schwangerschaftsabbruch verwickelt sind: ausführende Ärzte, Krankenschwestern und –pfleger, Beraterinnen und Berater.

Um sich über die ganz individuellen Folgen, die ein Schwangerschaftsabbruch für eine Frau haben kann, zu informieren, lohnt sich der Blick auf Betroffene selbst. Sehr persönliche Erfahrungsberichte gibt es von Gegnern und Befürwortern von Schwangerschaftsabbrüchen, den meisten Berichten ist jedoch eine Feststellung gemeinsam: jeder Schwangerschaftsabbruch hat seelische Folgen, zumindest ein Gefühl von Abschied und Trauer, das bewältigt werden muss.

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1 Übrigens: Die Folgen, die eine Abtreibung für Frauen haben kann, eignen sich nicht als Argumente gegen einen Schwangerschaftsabbruch – man wird ja auch nicht gegen Körperverletzung argumentieren können, indem man auf die Gefahr einer Gefängnisstrafe aufmerksam macht.

2 Vgl. u. a. Helmut Weber: Spezielle Moraltheologie, Köln 1999, 103.

3 Vgl. Cicero – Magazin für politische Kultur, April 2005.

4 Der Begriff „Post-Abortion-Syndrom“ taucht in der Literatur immer wieder auf, ist jedoch medizinisch umstritten und durch wissenschaftliche Studien nicht ausreichend belegt. Die Traumatherapeutin Angelika Pokropp-Hippen äußert sich zum PAS in ihrem Artikel „Das Post-Abortion-Syndrom und sein Bezug zur possttraumatischen Belastungsstörung“, erschienen in Büchner/Kaminski (Hg.): Lebensschutz oder kollektiver Selbstbetrug, Bonn 2006, 29ff.

5 Helmut Weber: Spezielle Moraltheologie, Köln 1999, 103f.

http://embryo.em.funpic.de/index-Dateien/Folgen.htm

One Comment

  1. Patriciafold seo manager
    Jan 14, 2015 @ 21:51:46

    I like reading through an article that will make people think. Also, thank you for allowing for me to comment!

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